Eros World


Black Power

Er weinte. Und die salzigen Tränen durchdrangen

 

die rauen Stoppeln seines Drei-Tage-Bartes.

 

Sie konnte ihm nicht mehr in die Augen schauen.

 

Es hätte ihr das Herz zerbrochen.

 

 

 

Dicke Tränen, die er so gern verbergen wollte,

 

zauberten ein Glitzern in sein zerfurchtes Gesicht.

 

Er war ein Mann, und er liebte sie.

 

Oh Gott, wie er sie liebte. Seit er denken konnte …

 

Und sie ging fort.

 

 

 

Dicke Tränen rannen unermüdlich über seine Wangen.

 

Er versuchte nicht mal, sie zurückzuhalten.

 

Er weinte, schluchzte wie ein kleines Kind.  

 

Es war der einzige Weg, seinen Schmerz zu ertragen.

 


Liebesgeflüster

 

Deine Arme hielten mich fest.

Und deine Lippen flüsterten verliebten Nonsens in mein Ohr.

 

Wir lagen eng umschlungen. Jeder für sich - oder doch verschmolzen.

Zwei Körper - oder doch nur einer.

 

Zwei Seelen, die sich liebten.

 

Deine Zunge an meinem Ohr. Meine Finger in deinen Brusthaaren verfangen.

 

Irgendwo auf dieser Welt.

 


Der Gugginger

Er hat sechs Zehen und sieben Finger. Das ist ganz normal. Für ihn. Er lebt in seiner Welt. Einer Welt, in der alles etwas anders ist. Anders als bei uns "Normalen". Eine Wirklichkeit, die uns verborgen bleibt."

 

Ich habe ihn persönlich kennengelernt. Dieses Zusammentreffen hat mich tief berührt. Seine Offenheit. Sein Geradeheraus-Sagen, was er denkt und fühlt. Er wollte, dass wir ein gemeinsames Foto machen. Als Erinnerung. Für mich.

 

Sein Lieblingsspruch, der sich auch auf seinen Bilder findet lautet: "Drei Tage war das Spatzi krank. Jetzt steht er wieder. Gott sei Dank.

 

Der Gugginger ist übrigens auch ein außergewöhnlicher Künstler!  


She

In ihr brannte ein Feuer.

Sie war einzigartig.

Begehrenswert.

 

Sie stand vor ihm.

Breitbeinig.

Ihre Beine in hohen Lackstiefeln.

Ein Funkeln in ihren Augen.

Pure Lust.

 

Er war geil!

Und er liebte diesen Zustand.

 

Sie war unglaublich! Seine absolute Traumfrau!


Mutter hat Krebs

 

Ihr Körper windet sich im Schmerz.  

Mutter ist nicht mehr die, die sie einmal war. 

 

Eine Bestie hat Besitz von ihr ergriffen.

Gnadenlos wütend in diesem

einmal schönen Körper. 

 

Mutter hat Krebs

und sie wird nie wieder sein, 

wie sie früher war. 

 

Oh könnte Mutter doch im Blut

von Siegfrieds Drachen baden.

Und unverwundbar werden.  


Freudenmädchen

"Er war ein außergewöhnlicher Kunde. Sie freute sich jedes Mal wieder, ihn zu sehen. Er lächelte. Das war der Beginn ihres Spiels. Nach seinen Spielregeln. Sie erteilte Befehle. Er musste gehorchen. Oder wurde bestraft!

 

Heute pinselte sie ihn mit heißer Schokolade ein. Die Borsten des Pinsels fuhren über seinen Körper. Berührten seine Brustnippel, seinen Bauch. Verfingen sich in seinen Schamhaaren. Heute war er ihr Schokoladenmann.

 

Er musste schweigen, alles über sich ergehen lassen. So waren die Spielregeln. Sein Penis wippte aufgeregt auf und ab.

 

Er liebte dieses Spiel. Seine Erregung wuchs. Er spürte ihre Zunge."

Schokoladenmänner schmecken wunderbar!


Die Sphinx

Sie war ein Raubtier. Wild und unbezähmbar. In ihrem früheren Leben.

 

Vor tausenden Jahren.

 

Aber wie sollte sie das heute jemand erklären. Wer würde sie verstehen?

 

Manchmal in den langen dunklen Nächten erwacht in ihr ein unbändiges Verlangen. Nach Freiheit und Abenteuer. Nach jagen, beißen, kratzen. Wieder das Raubtier sein, das sie einmal war.

 


Eve

MatiPö., Sculptures female, Eve, Eros meets terracotta

 

Du bist schön.

So wie ich dich sehe.

 

Ohne Schnörkseln und Firlefanz.

Ohne Schminke und Schönheits-OPs.

 

Einfach schön. Wie du bist.

Schön, was du ausstrahlst.

 

Ich wollte dich.

Daran erinnern.

 

Dass ich es nicht vergessen habe.

Auch wenn ich es nicht sage.

 


Frustbuchtel

Sex war ihr zuwider. Seit Jahren. Man sah es ihr sogar an. Ihr Körper hatte schon bessere Tage gesehen. Sie ließ sich gehen. Nirgendwohin. Morgen war gestern. Der Märchenprinz auf weißen Pferd war nicht gekommen. In den wenigen klaren Augenblicken ihres traurigen Lebens wollte sie einfach nur vergessen. Vergessen, dass sie nicht gelebt hatte.

 

Jeder von uns kennt so eine Frustbuchtel.


Es macht mich tief betroffen, wie lieblos manche Frauen mit sich selbst und ihrem Leben umgehen. 

 

 


Das.Turm

Da war ein Mann. Verliebt. In sie - seine Traumfrau.

Mit ihrem Leuchten in den Augen.

In ihren High Heels. In seinem Turm.

Er legte ihr die Welt zu Füßen.

Sein Herz. Und das Lichtermeer der großen Stadt.

 

Er hätte alles gegeben. Um auch nur einen Gedanken von ihr. Zu verstehen.

Alles, um ein Stück ihrer Seele zu begreifen.

Er war ihr so nah. Hielt sie mit beiden Armen umschlungen. Wollte sie verstehen. Sie lieben.

 

Die Stadt unter seinen Beinen wurde zu Treibsand.

Der Boden unter seinen Füßen. War nicht mehr.

Langsam versank er. Fast Lautlos.

In der Löwengrube seiner Vergangenheit.

 

Ihre High Heels trugen sie fort.

Auf dem Planet Eros.

Weil im Turm kein Platz für sie war.

 

Dort lebt sie noch heute. Und manchmal.

In Vollmondnächten. Erklingt ihre liebliche Stimme.

Und flüstert dir liebevolle Weisen ins Ohr.

 


Metamorphose

Du und ich. Das war Feuer und Eis.

War wie ein Vulkan. Und vielleicht war es Liebe.

Du und ich. Wir waren füreinander bestimmt.

Wir waren eins. Wir waren Liebe.

 

Du und ich. Das war Himmel und Hölle.

Du und ich. Das war Liebe.

Du und ich. Wir konnten es vor allen Leuten treiben.

Und es war uns egal.

 

Du und ich. Das war eine Welt.

Die mich unendlich glücklich machte.

Du und ich. Noch immer. Jahre, die uns trennen.

Aber trennen sie uns wirklich?

 

Du und ich. Zeit ist für uns Unendlichkeit.

Du und ich und der Mond und das Meer.

Es hört nicht auf. Dieses dich jeden Tag

Mehr zu begehren. Feuer und Eis.


Für Gabi

Gabi ist seit vielen Jahren ein Engerl.

Sie hatte große, neugierige Augen und

ihr Wuschelkopf war voller Träume.

 

Reisen und später heiraten,

Kinder wollte sie auch haben.

 

Zuerst verlor sie ihre Haare,

später auch ihre Fingernägel. 

Doch ihr Herz wollte leben.

 

Mitten in der zweiten Chemo

kam die Liebe.

 

Und mit ihr die große Hoffnung,

dass alles wieder gut werden würde.

 

Wenige Monate später war sie ein Engerl.

 


More

Dein Garten. Verwunschen, verwildert.

Alte Apfelbäume inmitten feuchtem Gras.

Rock und Bluse verstreut.

Unser Garten Eden.

 

Meine Arme umklammern den Ast.

Auf den du mich gehieft.

 

Glitzerndes Öl auf meiner Haut.

Finger die meinen Nabel umkreisen.

Als wäre er der Mittelpunkt der Welt.

Das ist gut!

 

Tiefer, tiefer, schreit mein Körper.

Süße Rinnsal meiner Lust, bahnt sich ihren Weg.

Meine Schenkel entlang.


SilGol

Sie war nichts Besonderes.
Doch die Männer verliebten sich in sie.
Hals über Kopf. Reihenweise.
Einfach so.

 

Alle bemerkten es.
Nur nicht sie.

 

Sie hatte etwas an sich
Die Art sich zu bewegen.
Ihr Lachen. Oder einfach
wie ihre Finger - mit ihrer Nase spielten
Wenn sie über etwas nachdachte.

 

Sie. Sie war einfach sie.
Und gerade das
Machte sie zu etwas Besonderem.

 


Let's Swing

Er hatte einen Kleinen.
Doch sie hatte Größeres im Sinn.
Also nichts wie hin. ...
Let's swing.

 

Er war jetzt Dom und oh wie nett.
Fand einen Großen für Anette.
Ab ins Bett.

 

Der Kleine war fürs Kitzeln
Der Große für den Rest.
Und Anette fand es
gar nicht schlecht.

 


Blinde Date

Sie konnte ihn nicht sehen.

Nur eine Brise seines Geruches erhaschen.

Es war stockdunkel in dem Raum.

Er roch nach Wald und Erde,

vermischt mit einem Hauch von Moos.

 

Seine Hände fanden ihren Körper.

Tasteten ihren Rücken entlang

umfassten ihre Brüste.

Wiegten sie mit bedächtiger Ruhe.

 

Sein Sanfter Druck zwang sie in die Knie.

Wo sie still verharrte und jede seiner

Berührungen erfreut über sich ergehen ließ.

 

Seine Hände bahnten sich den Weg zu ihren Beinen.

Sie schmolz unter seinen Fingern.

Er ließ nicht nach, bis sie bereit war

ihn aufzunehmen.

 

In diesem dunklen Raum

Ohne ihn je gesehen zu haben.  


Gelber Muskateller

Wir saßen uns gegenüber.

In der alten Gaststube.

Das Tischtuch verschlissen. Die Decke vergilbt.

Die Wirtsleute müde und alt.

 

Gelber Muskateller leuchtet im Kerzenlicht.

Spiegelt sich in deinen Augen wieder.

 

Sie hatten schöne Gläser.

Und noch besseren Wein.

In diesem Wirtshaus im Nirgendwo.

 

Mein Stöckelschuh einsam.

Unter der alten Sitzbank.

Während deine Hand mein Bein streichelt.

Und meine Zehen es sich in deinem Schoß.

So richtig gemütlich machen.

 

Ich beginne mich zu verlieren.

In der Unendlichkeit dieses Augenblickes.


Affenschaukel

 

Hin und her und her und hin.
So hing ich da. In deiner Schaukel.
Festgebunden an deinen Fesseln....
Unfähig mich zu befreien.

 

Du. Immer nur du.
Multipresente. Multipotente.

Du hast es genossen.
Mir Lust zu bereiten.
Mich hilflos zu sehen.
Lüstern vor Wollust.

 

Du hast jeden Augenblick
Deine Überlegenheit genossen.
Und ich jede Sekunde.
Die ich dir ausgeliefert war.


Dejà vu

Der weiße Schaum türmte sich auf seiner Handfläche.

Langsam verteilte er ihn zwischen ihrem wirren Schamhaar.

Massierte sie.

Mit seinen wunderbar warmen Händen.

 

Der sanfte Druck erregte sie. Sie genoss jede seiner Bewegungen.

Genoss es, von ihm verwöhnt zu werden.

 

Behutsam, ja fast zärtlich, setzte er das Messer an.

Entfernte Schnitt um Schnitt Haar und Schaum.

Warme einladende Feuchtigkeit strömte ihm aus ihrem Schoß entgegen.

 

Ihr Venushügel war seidenglatt.

als er in sie eindrang.

 


Outlow

 

Seine Stimme. Männlich. Roh.

Verwildert. Eine Urgewalt. Ein Hurrikan. In Form von Tönen.

Seine Stimme drang in sie ein. Drang durch sie hindurch. 

 

Er hatte ein Herz aus Stein. Verletzt. Verlassen. Einsam. Verlassen.

Er war ein Outlaw.   

 

Der Weg zu seinem Herzen würde lang und steinig sein.

Seine Liebe jedoch würde ewig sein.


Geiler Arsch

Er war fasziniert!

Was für ein geiler Arsch!

 

Jeder ihrer Schritte erregte ihn. In seiner Hose wurde es eng.

Er hatte einen Ständer!

 

Was für ein Arsch!

Am liebsten hätte er sie jetzt sofort von hinten genommen! 

Seinen Schwanz in ihre Möse gesteckt.

Sich in ihren Po-Backen vergraben. 

 

Er war geil.

Verdammt geil darauf, diesem Arsch nachzujagen und ihn flachzulegen. 

 


Feelings

Sag mir, dass du glücklich bist mit mir.

Sag mir, dass du mich begehrst,sag mir, dass du mich liebst.

Sag mir, dass du es magst,wenn meine Finger deinen Körper erforschen.


Sag mir, dass ich die Frau bin, von der du immer geträumt hast.

Dass ich die Frau bin, mit der du für immer zusammensein willst.

Ich werde dich dafür lieben.

Mit all deinen Ecken und Kanten.


Du hast es nie gesagt. Die letzten Akkorde verklingen.

Es war unser Abschiedssong.

Das Ende einer Liebesbeziehung.

Man trifft Entscheidungen im Leben.

Manche sind richtig.

Andere nicht.


Meer.Jung.Frau.

 

Er saß jeden Abend am Strand. Lauschte dem Rhythmus der Wellen.

Wartete auf seine kleine Meerjungfrau.  

 

Er wurde nicht klug aus ihr. Sie war geheimnisvoll und unberechenbar.

Manchmal neckisch und verspielt, ein anderes mal reserviert und unnahbar.

Sie würde wohl immer ein Rätsel für ihn bleiben.

Freudige Erwartung umhüllte sein Herz.

 

Plötzlich, fast lautlos glitt ihr wunderschöner Körper aus dem tiefen Blau des Meeres.

Ihr rotes Haar wehte im Wind.

Sie tanzte im Gleichklang der Wellen. 

 

Er konnte seinen Blick nicht von ihr wenden.

Wollte sie umarmen.

Doch bevor er seinen Gedanken beendet hatte, versank sie in den Tiefen des Meeres.


Cup C

Sie fühlten sich so gut an. Sie waren groß. Unübersehbar.

Seit Jahren hatte sie davon geträumt.

Jetzt waren sie ein Teil von ihr. Gehörten ihr.

Und es machte sie sehr glücklich.

 

In seinem Körper zuhause sein. Sich darin wohl zu fühlen.

Diese Ausstrahlung macht anziehend, attraktiv, erotisch und sexy. 

 

Kein Mann wird sich in eine Frau verlieben, weil sie einen perfekten Körper hat. 

Da verliebt sich viel eher eine Frau in eine dicke Brieftasche. 

 

Lass dich nicht zur Sklavin eines überzogenen

Schönheits- und Jugendkults machen.

Niemals! 


Meine Kleine

Da lag sie. Ihre Brustnippel ragten ihm entgegen.

Warteten darauf, dass er sie berührte.

Er konnte sich nicht satt sehen an ihr.

 

Manchmal sprach sie mit ihren Blumen. Draußen im Garten.

Mit ihrer gelben Regenjacke.

Er konnte sie stundenlang beobachten.

Wohlige Wärme umfasste sein Herz.

 

Erinnerst du dich noch an dieses Kribbeln im Bauch?

Wann warst du das letzte Mal verliebt? So richtig verliebt?

Hast von deiner Kleinen geträumt?

 

Leg eine deiner alten Platten auf. Deinen Lieblingssong.

Gib deiner Erinnerung Raum.